Worin liegt der Unterschied vom Piano zum Flügel?

Worin liegt der Unterschied zwischen Klavier und Flügel?

Der sichtbare Unterschied zwischen Klavier und Flügel liegt in der Bauform. Das Klavier, im Englischen auch Piano genannt, steht aufrecht. Dementsprechend sind die Saiten bei einem Klavier vertikal gespannt. Dadurch ist das Instrument kompakt und findet in kleineren Räumen Platz. Ein Flügel wiederum, ist horizontal ausgerichtet. Die traditionelle Bauform vom ursprünglichen Pianoforte, das im 17. Jahrhundert in Italien erfunden wurde, wurde im Flügel beibehalten. Dadurch sind die Saiten in der Horizontalen gespannt.

Welcher Unterschied liegt beim Spielgefühl?

Aufgrund der Flügelgrösse verfügt ein Pianist über einen grossen Dynamikbereich, einen vollen Resonanzkörper und eine grosse klangliche Bandbreite. Dies erlaubt es dem Pianisten sich musikalisch korrekt und angemessen auszudrücken. Er verfügt über flexible Klangfülle von Pianissimo bis Fortissimo. Ebenfalls kann er Töne schneller wieder anspielen.

Beim Klavier oder Piano hingegen ist dieser Dynamikbereich eingeschränkt und das Klangvolumen ist begrenzt auf den kleineren Resonanzkörper.

Warum kann ich auf dem Flügel die Töne schneller wiederholen?

Dieser Unterschied liegt in der Spielmechanik. Diese Mechaniken sind bei einem Klavier und einem Flügel nicht identisch.

Flügelmechanik

  • Wie das Instrument aufgebaut ist, so muss auch die Mechanik aufgebaut sein was im Falle eines Flügels horizontal ist.
  • Aufgrund dieser Bauweise fallen die Hämmer durch ihr eigenes Gewicht immer wieder in die Ruheposition zurück.
  • Die Flügelmechanik ist so aufgebaut, dass eine schnelle Repetition von Tönen möglich ist.
  • Das heisst, diese Bauweise unterstützt den Pianisten im Spiel, wenn er Töne schnell hintereinander wiederholt anspielen muss (Bsp. Triller).
  • Es sind dabei bis zu 14 Tastenanschläge pro Sekunde möglich. 

Klaviermechanik

  • Auch hier gibt die Grundbauform vom Instrument die Bauweise der Mechanik vor, in diesem Falle also vertikal.
  • Bei dieser Mechanik, oft auch als Pianomechanik verstanden, fallen die Hämmer aufgrund der Position nicht automatisch in die Ausgangsposition zurück. Beim Klavier geschieht dies durch Federn.
  • Dadurch ist die Wiederholung von schnellen Tönen (Trillern) beim Klavier begrenzt.
  • Es sind lediglich bis zu 7 Anschlägen pro Sekunde möglich.

Was gibt es noch für Unterschiede?

Beide Instrumente verfügen über 3 Pedalen. Optisch sehen diese zwar gleich aus, was aber viele nicht wissen, ist das die Funktion trotz gleichem Aussehen nicht identisch ist. Mit der folgenden Erklärung beginnen wir rechts, was auch gleich der Anwendungshäufigkeit entspricht.

Flügelpedale

Sustain Pedal (rechtes Pedal)

Wird auch Forte Pedal genannt. Durch Drücken dieses Pedals, heben sich die Dämpfer von allen Saiten, sodass alle gespielten Noten weiterklingen.

Klavierpedale

Sustain Pedal (rechtes Pedal)

Wird auch Forte Pedal genannt. Diese Funktion ist mit dem rechten Flügelpedal identisch.

Sostenuto Pedal (mittleres Pedal)

Wird auch Tonhaltepedal genannt. Wird das Pedal gedrückt, klingen die vorher angespielten Töne weiter. Alle nachfolgenden Töne werden wieder normal abgedämpft. Dieses Pedal wird hauptsächlich für speziell ausnotierte Klavierliteratur verwendet.

Moderator Pedal (mittleres Pedal)

Wird auch Übungspedal genannt. Durch Drücken des Pedales löst sich eine kleine Hebelbewegung aus, wo ein dünner Filzstreifen in den Zwischenraum von den Hämmern und Saiten geschoben wird. Somit wird der Klang deutlich leiser.

Una Corda Pedal (linkes Pedal)

Wird auch Verschiebungspedal genannt. Durch Drücken des Pedals verschiebt sich die gesamte Klaviatur inklusive Mechanik nach rechts. Damit werden in der Mittel- und Hohenlage (Diskant) nur noch zwei statt drei Saiten pro Ton angespielt. Dadurch ändern sich nun die Lautstärke sowie auch der Ton. Das heisst, der Flügel klingt nun etwas leiser und feiner im Klang.

Klavierpedal (linkes Pedal)

oft auch als Pianopedal bezeichnet. Wird das Pedal gedrückt, werden alle Hämmer näher an die Saiten bewegt. Dadurch verringert sich der Weg von der Ausgangsposition zur Saite und dadurch wird die Lautstärke verringert. Bei kleinen Klavieren kann es auch vorkommen, dass das Klavierpedal resp. Pianopedal fehlt.

Empfiehlt SILANFA GmbH ein Klavier oder ein Flügel?

Wir empfehlen ganz klar einen Flügel und dies aufgrund der Akustik und dem möglichen Blickkontakt zu den Gästen.

Ein Flügelklang entsteht über den horizontalen Resonanzboden (Resonanzboden kann man als Lautsprecher der Tasteninstrumente vergleichen). So verbreitet sich der Klang gleichmässig im Raum. Beim Klavier ist der Resonanzboden aufgrund der Bauform vertikal aufgebaut. Weil der Resonanzboden den Klang verstärkt, wird der auch vertikal im Raum verteilt und strahlt nur in eine Richtung. Dies führt dazu, dass es für jene Zuhörer mit direkter akustischer Anstrahlung zu laut ist und für andere als angenehm in der Lautstärke empfunden wird, analog dem Beispiel, als würde man direkt neben einem Lautsprecher sitzen.

Ein Flügel verspricht von der Optik her Prestige und wird oft als qualitativ hochwertig und edel verstanden, worin man beim Klavier meistens gleich an einen Singsaal im Schulhaus oder eine Western-Bar denkt. Zudem ist der Pianist hinter einem Klavier aufgrund der Vertikalen Bauweise versteckt. Bei einem Flügel ist der Pianist jedoch aus jedem Blickwinkel sichtbar.

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