Musikgeschichte – Swing, Bebop und Latin

Wo ist das Zentrum vom Swing?

Zu Beginn der 20er Jahre wurden die Plattenaufnahmen von liebhaberischer Perfektion zum Kommerz. Dadurch verbreitete sich die Musik noch schneller und damit die unterschiedlichen Stile und Einflüsse. 1926 entstand die populärste Stilrichtung der Jazzgeschichte, der Swing. Immer mehr verlagerte sich die Jazz Musik von Chicago Richtung New York. So betitelt man die Stadt New York als Zentrum der Swing-Ära mit dem Jazz am Broadway. Noch heute gilt, wer im Big Apple gespielt hat, kann sich Jazzmusiker nennen. Diesem Ruf gefolgt ist der Wiener Pianist Joe Zawinul als erster Europäer.

Mit dem Swing entstanden in der Zeit der Weltwirtschaftskrise die Big Band Formationen. Musiker hatten es schwer alleine über die Runden zu kommen und schlossen sich daher zu Bands und grossen Formationen zusammen. Damit wuchs nicht nur die musikalische Stärke, sondern auch der Show-Charakter, der mit Uniformen, Show-Pulten und Erkennungsmelodien zusätzlich verstärkt wurde. Die Big Bands waren eine perfekte Formation um Entertainment mit der Musik zu verbinden, was auch dem Wunsch der Bevölkerung nach tanzbarer Musik entsprach.

Was ist eine Big Band?

Die bisherige bekannte Jazz-Band wurde mehrfach besetzt. Die Saxophone und Klarinetten wurden zu Stimmführer neben den Blechbläser und die Rhythmusgruppe erhielt mehr Schlagzeug. So entstand die Formation, die Heute unter dem Namen Big Band bekannt ist. Statt freie Improvisationen folgten fixe Arrangements mit fix ausnotierten Solo Improvisationen. Berühmte Big-Band-Leader waren zu dieser Zeit Fletcher Henderson, Duke Ellington, Benny Goodman, Woody Herman und Stan Kenton.

Aus den Big Bands entstanden wieder kleinere Solisten Ensembles, Combos genannt, die bei Jam Sessions zu experimenteller Jazz-Improvisationen griffen. Dabei entstand in Mintons Playhouse in Harlem von Charlie Parker mit dem Alt-Saxophon um 1940 der neue Stil Bebop. Weitere Hauptvertreter von Bebob wurden Dizzy Gillespie mit Trompete oder Thelonius Monk am Piano.

Was sind die Besonderheiten vom Bebop?

Die Besonderheiten vom Bebop sind die extrem schnellen Tempi mit komplexen Harmonieschemen sowie die rhythmische Freiheiten für Schlagzeuger und Bassisten. Aus diesen schnellen Tempi und Freiheiten entstand auch die Tempoverdoppelung in den Improvisationen. Oft hatten die Improvisationen nichts mehr mit der Melodie des Themas zu tun und dauerten über längere Zeiträume. Mischformen von Swing mit dem Bebob wurde unter dem Namen Mainstream Jazz bekannt.

Latin Jazz oder Afro Cuban Jazz entstand 1940 mit der Spielart vom modernen Jazz. Die Ideen stammten aus der lateinamerikanischen Musik und wurden in die aktuelle Spielarten integriert. Zuerst folgten verschiedene Elemente aus der Musik von Kuba und auch der Karibik. Später folgten auch Einflüsse aus der brasilianischen Musik. Dizzy Gillespie wird als Erfinder dieser Stilrichtung definiert, weil er 1947 in der New Yorker Carnegie Hall die Afro-Cuban Drums Suite mit kubanischen Perkussionisten erstmals aufführte.

Afro-Kubanische Rhythmen werden durch viele Perkussionsinstrumente wie Conga, Guiros, Claves und weitere begleitet. Der Durchbruch des Afro Cuban Jazz erfolgte erst 1960 mit der Aufnahme vom brasilianischen Samba und Bossa Nova. So entstand auch der Song The Girl from Impanema.

Die Entwicklung der Musik ist eine interessante Reise, auf der SILANFA Sie gerne einlädt. Folgen Sie SILANFA und erfahren Sie mehr über die Musikgeschichte und die Entstehung von Rock , Pop und andere.

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